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150 Jahre Schlacht von Solferino

Wir, das Rote Kreuz, können 2009 ein Jubiläum begehen. Im Jahr 1859 wurde bei der Schlacht von Solferino von Henry Dunant die Idee des Roten Kreuzes geboren.

Henri Dunant

Gründungsväter des Roten Kreuzes

Wir, das Rote Kreuz, können 2009 ein Jubiläum begehen. Denn vor 150 Jahren, es war der 23. Juni 1859, fand wenige Kilometer südlich des Gardasees, nahe des Ortes Solferino eine der blutigsten Schlachten der Geschichte statt. Rund 200.000 Soldaten aus Österreich, aus Frankreich und dem italienischen Piemont lieferten sich ein Gemetzel, in dem es über 20.000 Tote und rund 40.000 Verletzte gab.

Einen Tag später traf der Genfer Bürger und Kaufmann Henri Dunant am Ort des Geschehens ein. Urspürunglich nur anwesend, um vom französischen Kaiser finanzielle Unterstützung zu erbitten, organisierte er zusammen mit der Bevölkerung der Gegend in den folgenden Tagen die Hilfe für die unzähligen Verwundeten.

Zurück in Genf verarbeitet Henri Dunant das Erlebte in seinem Buch "Eine Erinnerung an Solferino", welches 1862 erschien und schon nach kurzer Zeit zur Gründung jener Organisation führte, die wir heute als das Rote Kreuz kennen.

 

Für das Rote Kreuz ist also das Jahr 1859 das Jahr seiner ideellen Gründung. Der tatsächlichen Gründung 1863 in Genf folgte noch im selben Jahr die Gründung von nationalen Rotkreuz-Vereinen, auch in Deutschland.Wiederum ein Jahr später (im August 1864) erfolgte die Unterzeichnung der Ersten Genfer Konvention, die die Ideen Henri Dunants in ein völkerrechtliches Abkommen goss. Bis heute hat dieses Werk mit seinen drei Erweiterungen dem Völkerrecht und der Menschenwürde besonders in bewaffneten Konfliktfällen eine Grundlage geschaffen, die nicht mehr wegzudenken ist, was sich insbesondere bei der Behandlung von (Kriegs-) Gefangenen bis in unsere jüngste Geschichte zeigt.

8. März 2009 13:09 Uhr. Alter: 10 Jahre