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Jahreshauptversammlung 2020

„Hut ab, vor so viel Engagement, Kameradschaft und langjähriger Treue“ sagte Bürgermeister Steffen Bochinger bei der Hauptversammlung des DRK-Ortsvereins Keltern .

Er ergänzte „mit dem Roten Kreuz vor Ort und der Freiwilligen Feuerwehr haben wir zwei Hilfsorganisationen, die sehr gut zusammenarbeiten“. Dies hätten auch die jüngsten Großschadensereignisse gezeigt. Wie sich die Arbeit der 39 DRK-Aktiven, die von 358 Mitgliedern unterstützt werden, in Zahlen darstellt belegten die Vorsitzende Liliane Augenstein, die Bereitschaftsleiter Ben Reister und Sonja Jäck-Kraut, sowie Kassiererin Rose Reister, Jugendleiterin Leila Gütschow und Rolf Reister vom Arbeitskreis Blutspende in ihren Rechenschaftsberichten.

Schon zu Beginn konnte Liliane Augenstein feststellen, dass der Ortsverein ein hohes Ansehen in der Bevölkerung genießt. Dies sei insbesondere auch auf die hohe Einsatzbereitschaft, das Helfer-vor-Ort-System, die Blutspendenaktionen, die Kleidersammlungen, aber auch die Teilnahme oder Selbstausrichtung von Festen und Veranstaltungen zurückzuführen. Ein gewisses Manko stelle die dezentrale Unterbringung von Fahrzeugen und Gerätschaften auf insgesamt fünf Stationen im Gemeindegebiet dar. Hier sei man aber gemeinsam mit der Gemeinde auf der Suche nach einer Lösung.

Auch was das Jugendrotkreuz anbelangt bestehe Handlungsbedarf. Wegen des Übertritts mehrerer Jugendlicher in die Bereitschaft, müsste verstärkt um Nachwuchs geworben werden. Fast keiner Werbung bedürfen dagegen die jährlich vier Blutspendentermine. Hier konnte Rolf Reister erfreut feststellen, dass unter den 365 Spendern im vergangenen Jahr insgesamt 40 Erstspender gewesen seien. Eine erfreuliche Mitteilung hatte auch Schatzmeisterin Rose Reister, die trotz umfangreicher Ausgaben im vergangenen Jahr wieder eine Rücklagenzuführung ausweisen konnte.

Wie sich das Aufgabenspektrum sowohl im Einsatz, als auch in der Ausbildung darstellt, zeigten Ben Reister und Sonja Jäck-Kraut auf. 2019 seien insgesamt 6.018 Dienststunden erbracht worden, was gegenüber 2018 eine Steigerung um über 1.000 Stunden bedeute. Dies sei auch auf gemeindeübergreifende Einsätze, die erhöhte Anzahl an Übungen und auf die vielen Veranstaltungen im letztjährigen Gemeindejubiläumsjahr zurückzuführen. Insgesamt seien im Berichtsjahr die Aktiven zu 183  Einsätzen gerufen worden, wobei allein das siebenköpfige Helfer-vor-Ort-Team 180 Mal ausrücken musste. Die spektakulärsten Einsätze waren 2019 die Evakuierung nach dem Fund einer Weltkriegsbombe in Pforzheim; eine Personensuche auf dem Dietlinger Remberg, sowie der Verpflegungseinsatz für die Feuerwehr- und THW-Kräfte beim Strohballenbrand im Ranntal. In allen Berichten wurde deutlich, dass beim Ortsverein einsatztechnisch und kameradschaftlich alles stimmt.

Den Schluss- und Höhepunkt der Versammlung bildete die von Liliane Augenstein, zusammen mit dem Kreisjugendleiter Kai Jambor und der Kreisbereitschaftsleiterin Martina Haller vorgenommenen Ehrungen. So wurden Antonia Gebhardt und Brian Nitschka für dreijährige, sowie Arabella Huber für achtjährige Zugehörigkeit zum Jugendrotkeuz geehrt. Bei der Bereitschaft wurden Tobias Denzler für fünf Jahre, Constanze Asmuth für 20 Jahre, Annegret Behr und Renate Müller jeweils für 45jährigen aktiven Dienst ausgezeichnet. Besondere Ehre wurden  Ria Lindauer, die bereits seit 50 Jahren DRK-Aktive ist und Rose Reister, die nun schon seit 40 Jahren die Kasse des Ortsvereins führt, zuteil. Die hochkarätigste Auszeichnung erhielt Johanna Schlegel. Mit ihren 88 Jahren gehört sie seit nunmehr schon 55 Jahren zum DRK und ist auch heute immer noch da, wenn sie gebraucht wird.

Text & Bilder: Ossmann

12. Februar 2020 06:41 Uhr. Alter: 14 Tage